Implementierung des Einsatzes von Virtual Reality (VR) zur Schmerz– und Stressreduktion auf der pädiatrischen Intensivstation

Medizinische Eingriffe können bei Kindern erhebliche Ängste, Schmerzen und Stress auslösen, was sich negativ auf deren Wohlbefinden und die medizinische Versorgung auswirken kann. Eine innovative Möglichkeit zur nicht-medikamentösen Linderung dieser Belastungen stellt der Einsatz von Virtual Reality (VR) dar. Die immersive VR-Technologie lenkt Kinder durch visuelle und auditive Reize von der realen Situation ab und fördert Entspannung sowie Schmerzreduktion.

Ziel des Projekts war die Implementierung von VR auf einer Kinderintensivstation, um schmerzhafte oder stressreiche Prozeduren – wie Blutabnahmen oder Verbandswechsel kindgerechter zu gestalten. Neben der Ablenkung kann VR auch perspektivisch zur Exposition eingesetzt werden, um Kindern medizinische Abläufe vorab angstfrei zu vermitteln. Das Projekt umfasste die Anschaffung einer VR-Brille, die Entwicklung von Informations- und Schulungsmaterialien sowie erste Testanwendungen bei fünf Kindern. Begleitend wurden Vitalzeichen dokumentiert und ein Evaluationsfragebogen ausgegeben. Die Ergebnisse der Anwendung werden derzeit ausgewertet. Langfristig zielt das Projekt auf die nachhaltige Integration von VR in den Klinikalltag ab – unterstützt durch Schulungen, Multiplikatoren im Team und kontinuierliches Monitoring.

Stefanie Giese & Ines Patzelt