DYS-PHAPPGY Digitale appbasierte Dysphagieversorgung zur logopädischen Therapiebegleitung in der Schlaganfall-Nachsorge
Die Projektarbeit beschäftigt sich mit der digitalen Gesundheitsanwendung Dysphappgy, die entwickelt wurde, um die Versorgung von Schlaganfallpatient:innen mit Dysphagie, insbesondere im südlichen Sachsen-Anhalt, zu verbessern. Jährlich erleiden rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall, wobei etwa 50% der Betroffenen an Schluckstörungen leiden, die mit erheblichen Risiken und einer verminderten Lebensqualität einhergehen. Die Nachsorge und Therapie dieser Patient:innen ist entscheidend, um Folgeerkrankungen zu vermeiden und die Lebensqualität zu steigern.
Dys-phappgy ist eine digitale Plattform, die Patient:innen und deren Angehörigen Unterstützung in der Therapie und im Selbstmanagement bietet. Die Anwendung wird von Hausärzt:innen oder Neurolog:innen verordnet und von Logopäd:innen angeleitet. Durch die enge Zusammenarbeit mit Schlaganfalllots:innen wird sichergestellt, dass Patient:innen frühzeitig an die App angebunden werden und die notwendigen Informationen und Übungen erhalten.
Die Implementierung von Dys-phappgy erfordert eine sorgfältige Planung, einschließlich der Identifikation geeigneter Patient:innen, der Informationsvermittlung und der Schulung der Therapeut:innen. Die App soll nicht nur die Selbstmanagementfähigkeiten der Betroffenen fördern, sondern auch die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen verbessern. Die Arbeit reflektiert auch die Herausforderungen bei der Umsetzung, wie den Fachkräftemangel in ländlichen Gebieten, unterschiedliche digitale Kompetenzen der älteren Bevölkerung und die Notwendigkeit einer stabilen Internetverbindung. Trotz dieser Hürden zeigt die Projektarbeit, dass Dys-phappgy das Potenzial hat, die therapeutische Versorgung signifikant zu verbessern und die Lebensqualität von Menschen mit Schluckstörungen nachhaltig zu erhöhen.
N.N.