Fachtagung 2026: Gemeinsam Prävention stärken – im Quartier, pflegerisch und digital vernetzt

Das Landeskompetenzzentrum Pflege Digital Sachsen-Anhalt und die Gesellschaft für Prävention im Alter (PiA) e. V. luden gemeinsam zur Fachtagung „Prävention in der Gesundheitsversorgung – Im Quartier. Pflegerisch. Digital vernetzt.“ ein. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Prävention durch die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Praxis, Kommunen und Politik nachhaltig gestärkt werden kann. Ein besonderer Höhepunkt des Vormittags war die Übergabe der BEQISA-Förderschilder an die geförderten Projekte des Jahres 2026. Mit seinem Projekt BEQISA – Beratungsstelle zur kommunalen Quartiersentwicklung in Sachsen-Anhalt fördert der PiA e. V. seit Jahren kommunale Initiativen, die durch innovative Ideen und lokales Engagement lebenswerte Quartiere und präventive Versorgungsstrukturen gestalten.

Ein besonderer Dank gilt Ministerin Petra Grimm-Benne für ihr Grußwort und ihre Unterstützung. Mit ihrer Teilnahme unterstrich sie die Bedeutung präventiver Ansätze sowie einer zukunftsfähigen Pflege- und Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt.

Der Vormittag stand ganz im Zeichen der BEQISA-Projektförderungen 2026. Mit der Übergabe der Förderschilder wurden 22 Projekte ausgezeichnet, die mit großem Engagement vor Ort lebenswerte Quartiere gestalten. Diese Initiativen leisten einen wertvollen Beitrag zur kommunalen Entwicklung und zeigen, wie innovative Ideen und lokales Engagement konkrete Verbesserungen für die Bevölkerung schaffen können.

Am Nachmittag rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie Prävention im Quartier, pflegerische Versorgung und Digitalisierung sinnvoll miteinander verbunden werden können. Fachvorträge und die interdisziplinär besetzte Podiumsdiskussion machten deutlich, dass digitale Innovationen ihr Potenzial besonders dann entfalten, wenn sie eng mit den Bedürfnissen der Menschen vor Ort und den bestehenden kommunalen Strukturen verzahnt werden. Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein wichtiger Baustein einer präventiv ausgerichteten Gesundheitsversorgung.

Die zentrale Botschaft der Fachtagung war eindeutig: Die Gestaltung lebenswerter Quartiere und die digitale Transformation der Pflege gelingen nur gemeinsam. Sie brauchen engagierte Akteurinnen und Akteure, die bereit sind, über professionelle Grenzen und formale Zuständigkeiten hinaus zusammenzuarbeiten, Verantwortung zu übernehmen und Menschen aktiv zu beteiligen. Prävention entsteht dort, wo Kommunen, Pflege, Gesundheitswesen, Wissenschaft, Ehrenamt und Zivilgesellschaft gemeinsam an einer nachhaltigen Versorgung arbeiten.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Referierenden, Gästen und Mitwirkenden für den inspirierenden Austausch und freuen uns darauf, die gewonnenen Impulse gemeinsam in die Praxis zu tragen.